Wer in den USA studieren bzw. sich weiterbilden möchte, kann außerdem das H-3 Visum beantragen, das auch Trainee oder Education Visitor Einreiseerlaubnis genannt wird. Diese Art von Visum USA gilt für Ausländer, die die Vereinigten Staaten für eine vorab bestimmte Zeit besuchen möchten, um sich ausbilden zu lassen oder ihr Fachwissen in Themen der Sonderpädagogik zu vertiefen.

Das H-3 Visum berechtigt dazu, in das Land einzureisen und an einer Hochschule oder Ausbildungseinrichtung der Wahl unterrichtet zu werden. Die wichtigste Voraussetzung für den Erhalt des ESTA USA ist, dass die Bewerber an einem Trainingskurs teilnehmen, der in dieser Form nicht in deren Heimatland veranstaltet wird.

Bei diesem Trainingskurs darf es sich nicht um ein vollwertiges Studium oder eine medizinische Ausbildung handeln. Er sollte stattdessen praktisch ausgerichtet sein und dem Bewerber erweiterte Fähigkeiten vermitteln. Die Antragsteller sollen sich neues Wissen und Fähigkeiten aneignen und belegen, dass sie diese auch in ihrem Heimatland anwenden werden. Zudem muss der Trainingskurs die Bewerber auch karrieristisch weiterbringen.

Es gibt zwei Arten von Kursen, die für das H-3 Visum USA anerkannt werden:

 

  • Trainingskurs: Vom Themenschwerpunkt können hier viele verschiedene Gebiete in Frage kommen. Ausgeschlossen sind lediglich medizinische Berufe und Kurse. Beispiele sind etwa:
    • Finanzen
    • Transport
    • Landwirtschaft
    • Kommunikation
    • Anstellungen bei der Regierung
    • Wirtschaft
  • Sonderpädagogik: Hierbei besuchen die Bewerber theoretisch oder praktisch ausgelegte Kurse über behinderte Kinder und vertiefen ihr Wissen in Fachgebieten wie:
    • Körperliche Beeinträchtigungen
    • Geistige Behinderungen
    • Emotionale Behinderungen

Übrigens kann man mit dem H-3 Visum nicht in den USA arbeiten. Die Bewerber dürfen nur all die Arbeiten verrichten, die Teil des jeweiligen Trainingskurses sind. Über eine Berechtigung dazu, einen herkömmlichen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, verfügt man dagegen nicht. Strebt man eine feste Anstellung in den USA an, beantragt man daher besser die Visa H-1B, H-2A oder H-2B etc.

Pro Jahr stellt die Regierung der Vereinigten Staaten von den H-3 Visa bloß eine bestimmte Anzahl aus. Es erhalten lediglich 50 Personen die Einreiseerlaubnis – wohl bemerkt von allen Bewerbern weltweit.

Welche Voraussetzungen müssen für den Erhalt der H-3 Einreiseerlaubnis erfüllt sein?

Für die Einreise USA und das H-3 Visum, wird einiges vorausgesetzt:

  • Der Bewerber muss vom jeweiligen ausbildenden Institut eine formale Einladung erhalten
  • Das Trainingsprogramm wird nicht im Heimatland des Bewerbers angeboten
  • Der Kurs hat nicht den Themenschwerpunkt Medizin
  • Der Bewerber beabsichtigt, nach Absolvierung des Kurses in sein Heimatland zurückzukehren
  • Sofern die Weiterbildung von Themen der Sonderpädagogik handelt, muss der Inhalt den Bewerber in seiner Karriere voranbringen
  • Der Bewerber hat in den USA keine Festanstellung und übt höchstens die Arbeit aus, die zum Kurs gehört

Das Institut, in dem das Training veranstaltet wird, muss den Kandidaten nicht nur vorher einladen. Zusätzlich soll die Einrichtung einen ausführlichen Bericht darüber erstellen, welche Inhalte in den Kursen vermittelt werden. Dieses Schreiben muss folgende Bestandteile enthalten:

  • Lehrplan und struktureller Aufbau des Kurses
  • Genaue Zeitangaben, wann die Veranstaltungen stattfinden und gegebenenfalls, wie viele Stunden die praktische Arbeit umfasst
  • Finanzielle oder andersartige Vorteile, die dem Institut zugutekommen, indem es die Kurse abhält
  • Arten von Berufen, denen die jeweiligen Kurse nutzen
  • Vorteile, die der Bewerber erhält, wenn er an dem Kurs teilnimmt
  • Gründe, weshalb das Kursprogramm nicht im Heimatland des Bewerbers angeboten wird

Als Teil der Bewerbung, die übrigens weiter unten näher beschrieben wird, muss dieses Schreiben dann an die United States Citizenship an Immigration Services (USCIS) gesendet werden.

Wie bewerbe ich mich für ein H-3 Visum?

Wie das bei allen Visa des Typs H üblich ist, kann auch das H-3 Visum nicht vom Kandidaten selbst initiiert werden. Stattdessen muss der Bewerber ein passendes Trainingsprogramm ausfindig machen und sich zunächst dort bewerben. Daraufhin wird das jeweilige Institut, in dem der Kurst stattfindet, den ersten Schritt in die Wege leiten, um das Visum zu beantragen. Ähnlich wie bei den Visa H-1B, H-2A oder H-2B muss das Institut dafür eine Petition bei den jeweiligen Regierungsstellen einreichen.

Konkret muss dieses Gesuch an die USCIS gesendet werden. Dabei sollte der Antrag den Inhalt des Trainingskurses bzw. Seminars zur Sonderpädagogik beschreiben. Darüber hinaus sind noch weitere Dokumente anzuhängen:

  • Welche Mitarbeiter am Institut arbeiten
  • Das Profil des Bewerbers mit detaillierten Infos über:
    • Bildung und bereits erhaltene Abschlüsse
    • Vorher absolvierte Trainingskurse
    • Erfahrung in der jeweiligen Berufssparte, von dem der Kurs handelt
    • Ob der Bewerber finanzielle Vorteile erhält, indem er am Trainingsprogramm teilnimmt
  • Sofern es sich um ein Institut für Sonderpädagogik handelt, sollte die Schule nachweisen, dass dort die entsprechenden Trainings tatsächlich abgehalten werden können

Außerdem muss das Institut das Dokument Form I-129, Petition for Nonimmigrant Worker

(Petition für studentische Arbeiter bzw. Azubis) ausfüllen und an die USCIS senden.

Übrigens belaufen sich die Kosten für das Dokument auf 460 $. Dieses Schreiben sollte mit den nötigen Infos ausgefüllt und dann mit den restlichen Dokumenten an die USCIS geschickt werden. Die Petition muss darüber hinaus mindestens sechs Monate vor dem Beginn des Trainings versendet werden. Nötig ist das, da die Bearbeitung eben relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Und sollte der Antrag später versendet werden, mag der Vorgang bei Antritt des Kurses noch nicht abgeschlossen sein und keine Entscheidung feststehen, ob sich der Bewerber überhaupt für das Visum qualifiziert hat.

Nachdem die USCIS die Dokumente und die Form I-129 eingesehen hat, wird eine Entscheidung gefällt und das jeweilige Institut benachrichtigt. Sollte die Reaktion positiv ausfallen, wird die Form I-797 an das Institut versendet. Damit kann sich der Bewerber dann um ein H-3 Visum bewerben. Nun stellt der Kandidat einen Antrag bei der zu ihm nächstgelegenen U.S. Botschaft. Hierbei müssen folgende Dokumente eingereicht werden:

  • Das online ausgefüllte Form DS-160
  • Form I-129 und Form I-797
  • Gültiger Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Eine Fotografie, die den Voraussetzungen für digitale Bilder entspricht
  • Dokumente, die belegen, dass der Bewerber plant, wieder in sein Heimatland zurückzukehren. Hierzu zählen etwa Urkunden für Besitz, Mietverträge oder Arbeitsverträge für künftige Anstellungen
  • Zusätzlich ist noch eine Gebühr von 190 $ zu entrichten

Sind alle Dokumente abgeschickt, gilt es, einen Termin für ein Interview festzulegen. Bei dem Interview soll dann geklärt werden, ob man dafür geeignet ist, an dem Trainingsprogramm oder den Kursen über Sonderpädagogik teilzunehmen und ob man auch tatsächlich alle nötigen Qualifikationen mitbringt.

Die U.S. Botschaft wird das Interview und die eingereichten Dokumente auswerten und danach entscheiden, ob du ein H-3 Visum erhältst oder nicht. Fällt die Antwort positiv aus, bekommst du den Stempel für das Visum und kannst an dem Kurs teilnehmen.

Ein H-3 Visum USA beantragen – wie lange dauert das?

Die Wartezeit variiert je nach Fall, weswegen das Institut die Petition auch mindestens 6 Monate losschicken sollte, bevor der Kurs beginnt. Normalerweise dauert es jedoch ca. 4 bis 6 Wochen, bis die USCIS das Gesuch bearbeiten.

Danach musst du noch alle weiteren erforderlichen Dokumente ausfüllen. Wie lange die jeweilige U.S. Botschaft benötigt, um sie auszuwerten, ist ebenfalls von Fall zu Fall verschieden. Schließlich kommt es dabei auch darauf an, wie beschäftigt die Geschäftsstelle ist. Für gewöhnlich liegen die Wartezeiten jedoch zwischen einem und drei Monaten. Hierauf bekommst du eine definitive Zu- bzw. Absage für das H-3 Visum.

Wie lange darf ich mit dem H-3 Visum in den USA bleiben?

Jeder Inhaber des H-3 Visums kann damit so lange in den USA bleiben, bis der Trainingskurs oder die Fortbildung in Sonderpädagogik abgeschlossen ist. Dies ist auch im Dokument I-797 Form, das die USCIS an das Institut sendet, sobald das Form I-129 angenommen wurde, so festgelegt.

Prinzipiell gilt ein H-3 Visum für Trainingskurse maximal für zwei Jahre. Danach muss der Inhaber in sein Heimatland zurückkehren. Besucht man dagegen Seminare über Sonderpädagogik, berechtigen H-3 Visa nur für einen Aufenthalt über 18 Monate.

Das H-3 Visum kann im Gegensatz zu anderen H Visa nicht verlängert werden. Nachdem es abgelaufen ist, müssen Inhaber die USA wieder verlassen. Zusätzlich können sie auch keine Green Card beantragen. Und sollten die Teilnehmer des Trainingsprogramms angeben, dass sie vorhaben, das U.S immigrant visa zu beantragen, könnte ihnen das H-3 Visum verweigert oder sogar im Nachhinein entzogen werden. Die Bewerber müssen nämlich beweisen, dass sie die Absicht haben, in ihr Heimatland zurückzukehren, um die in den Kursen erlernten Fähigkeiten dann dort anzuwenden.

Allerdings dürfen Inhaber des H-3 Visums eine andere Art der beantragen. Solltest du an einer Aus- oder Weiterbildung teilnehmen, aber einen Job finden, den du nur mit den Visa H-1B, H-2A oder H-2B annehmen kannst, sendet dein Arbeitgeber einfach die jeweilige Petition an die USCIS, damit dein Status angepasst wird.

Warum wurde mein Antrag für das H-3 Visum abgelehnt?

Da jährlich nur 50 H-3 Visa vergeben werden, ist die Anzahl der Bewerber deutlich größer als die der Zusagen. Warum genau die USCIS und die U.S. Botschaft deinen Antrag abgelehnt haben, kann folgende Ursachen haben:

  • Das jährliche Kontingent ist bereits erfüllt und alle Visa wurden schon vergeben
  • Das Institut hat die Petition zu spät verschickt
  • Der Trainingskurs ist zu allgemein und nur wenig strukturiert
  • Der Bewerber hat bereits einen Kurs absolviert, der dem, für den der Antrag gestellt wurde, zu ähnlich ist
  • Der Bewerber wird in Zukunft in den USA arbeiten
  • Das Institut hat keinen freien Platz mehr für den Bewerber

Darf ich als Inhaber des H-3 Visums meine Familie mitbringen?

Wer ein H-3 Visum innehat, darf seinen Partner und Kinder unter 21 Jahren mit in die USA bringen. Die für die Familienmitglieder heißt H-4 Visum. Mit dem H-4 Visum darf man übrigens akademische Kurse besuchen, allerdings berechtigt es nicht dazu, in den USA zu arbeiten.

akademische Kurse besuchen, allerdings berechtigt es nicht dazu, in den USA zu arbeiten.